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Vom Mockumentary bis zum Kurzdrama, vom Animationsfilms mit Archivmaterial bis zu Vox Pop-Interviews und einer interaktiven Webseite – die fünf Projekte die im Rahmen von Make Film Make History realisiert wurden, belegen, was 30 junge Europäer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren aus Dänermark, Deutschland und Großbritannien auf die Beine stellen können, wenn sie ihre Ideen, ihr Können und ihren Enthusiasmus auf eine Aufgabe konzentrieren.

 


Sie trafen sich zum ersten Mal zu einem dreitägigen Workshop im belgischen Ieper. Hier setzten sie sich, inspiriert durch den britischen Film The Battle of the Somme (1916) und durch die Stadt Ieper selbst, die im ersten Weltkrieg stark umkämpft war, mit den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs und der Frage auseinander, was es hundert Jahre später heißt, Europäer zu sein. Diverse Filmübungen boten Gelegenheit, nicht nur die Zusammenarbeiten zu testen, sondern auch, wie sich Ideen am besten visualisieren lassen. Am Ende der drei Tage galt es dann, die Themen und Filmformate zu wählen, die sie im Laufe des Jahres weiter entwickeln wollten. Fünf Arbeitsgruppen und fünf Arbeitstitel wurden aus der Taufe gehoben.

Es war der Start einer langen Reise mit verschiedenen Etappenzielen. Das Drehbuch musste fertig werden, eine Einstellungsprotokolle erstellt werden, Schauspieler und Requisiten gefunden und eine Kommunikationsplan entwickelt werden. Die besondere Herausforderung dabei war, all dies online, über Facebook, in Skype-Treffen und Google-Hang-Outs miteinander oder mit den Filmmentoren von Chocolate Films in London, und neben Studium, Job und Alltag zu bewerkstelligen. So verstrich die Zeit bis April 2016 und dem zweiten dreitägigen Workshop wie im Flug.

Dieses Mal trafen sich alle in London, wo das Imperial War Museum (IWM) der Basisstandort für die Umsetzung der Ideen in Bild und Ton war. Die Ausstellungsräume und Gärten des IWM wurden zu Drehorten, ein Klassenraum verwandelte sich in ein Animationsstudio. Am Ufer der Themse und im Schatten des London Eye wurden Interviews mit Mitgliedern der Öffentlichkeit gefilmt; vor laufender Kamera äußerten sich ExpertInnen über Themen wie die Zukunft der EU, die Relevanz von Geschichte für die Entscheidungen über die Zukunft oder über die aktuelle Geflüchtetenkrise. Die Tage waren lang, arbeitsreich und intensiv. Die Zeit war knapp. Der Zeitpunkt für die erste Präsentation der Arbeiten aller fünf Teams im Goethe-Institut am Ende des dritten Tags stand fest. Bis dahin musste alles fertig sein. Als die fünf Teams, ihre Filmmentoren und die MitarbeiterInnen der am Projekt beteiligten Partnerorganisationen im Kino des Goethe-Institut versammelt waren, konnte man die Spannung knistern hören. Sie hatten alle hart gearbeitet, aber was würde auf der Kinoleinwand zu sehen sein?

Nun, was war auf der Kinoleinwand zu sehen? Finden Sie es heraus und sehen Sie sich die Make Film Make History-Filme hier an.

Wenn Sie mehr über das Projekt aus der Perspektive der TeilnehmerInnen erfahren möchten, lesen Sie den Make Film Make History Blog.

Über das Projekt

Make Film Make History ist Teil von The First World War on Film, eine Initiative des Imperial War Museums (IWM) anlässlich des hundertsten Jubiläums des Films The Battle of the Somme (2016).

Die Ziele des Projekts:

  • Die Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen und nachhaltigen Wirkungen, die die Vorführungen des Films The Battle of the Sommes in den Jahren 1916 und 1917 und damit verbundene Ereignisse auf die Heimatfront sowie die damalige Gesellschaft und Kultur hatten.
  • Die Untersuchung von Parallelen in den damaligen Massenmedien zu dem Film The Battle of the Somme
  • Die Auseinandersetzung mit Film als Medium und als Kommunikationswerkzeug anhand des Films The Battle of the Somme und dem Ersten Weltkrieg

Das Projekt Make Film Make History wurde mit der Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen des Programmes „Europe for Citizens“ finanziert. Es wurde vom IWM in Partnerschaft mit dem Goethe-Institut London und dem Mosede Fort (Dänemark), und mit dem Produktionspartner Chocolate Films realisiert.